Trachtenmode

30.01.2012 - Informatives zur Trachtenmode

Was versteht man unter Trachtenmode?

Unter Trachtenmode versteht man traditionelle oder historische Kleidung. Sie wird einer bestimmten Region, einem Land oder einer Bevölkerungsgruppe zugeordnet. In manchen Fällen wird sie auch Ethnischen oder Berufsgruppen zugeordnet und soll die Zugehörigkeit durch eine Berufstracht verdeutlichen. Die Volkstracht entstand auf dem Land und die Berufstracht kommt aus dem handwerklichen und städtischen Umfeld.

Wie genau wird die "Volkstracht" definiert?

Sie ist eine regionaltypische Kleidungsform und hat ihren Ursprung im Jahr 1800. Gegensätzlich zur traditionellen Kleidung sind sie in der Farbe, in der Form, im Schnitt und der Stoffwahl identisch. Sie wird in zwei Trachten unterteilt, einmal in die Werkstracht und in die Festtagstracht. Festtagstrachten sind eher aufwendig. Sie haben zu der Grundkleidung zum Beispiel noch extra Hüte und Hauben. In manchen ländlichen Orten gehört es noch heute zur Tradition an besonderen Tagen die Festtagstracht anzuziehen. Heutzutage kennt man die Werkstagstrachten in Chören, Musikkapellen, Schützenvereinen und Heimatvereinen.

Welche verschiedenen traditionellen Bekleidungen gibt es in der Welt?

In vielen Ländern ist es aufgrund von kulturellen und modischen Weiterentwicklungen nicht mehr üblich im Alltag Trachten zutragen, in anderen Ländern hingegen schon. In Österreich und in Bayern tragen einige Personen immer noch einen Dirndl oder Lederhosen. Sehr selten wird die Fustanella in Griechenland getragen. In Japan zählt der Kimono und das Yukata als traditionelle Tracht. In Indien und Nepal schmücken sich die weiblichen Bewohner mit Saris. Es gibt noch viele weitere, doch diese waren die wohl bekanntesten Trachten.

Wie lauten die verschiedenen Trachten in Deutschlands Regionen?

Die Baden-Württembergische Trachten heißen Markgräfler Tracht und Hotzenwälder Tracht. In Brandenburg gibt es zwei Trachten die sich auch regional unterscheiden. Die Bremer Tracht gehört zu Bremen und die wohl älteste deutsche Tracht kommt aus Hessen. Es ist eine schwarze Tracht mit farblichen Akzenten. Zu den Franken wird die Fränkische Tracht gezählt und ein vielfältiges Trachtengebiet befindet sich in Niedersachsen. Alle Trachten entsprechen den deutschen Trachten, doch es sind viele mit markanten unterschieden. In Nordrhein-Westfalen starb die Trachtenmode schon im 19. Jahrhundert aus. In Rheinland-Pfalz war der Haarschmuck sehr beliebt. Eine Haarnadel auch Tugendpfeil genannt schmückte den Zopf der Damen. Die Trachtenmode der Sachsen entstand aus der Mode des Bergbaus und erst im Jahr 1936 wurde eine Frauentrachtenmode eingeführt. Die Tracht in Hamburg wurde "Tracht im Vierlande" genannt, sie schmückte die Bewohner um ca. 1887. Der deutschen Tracht sehr ähnlich ist die österreichische Tracht. Ebenso kommt die Schweizer Tracht der deutschen sehr nahe. Sie ist vor allem in der weiblichen Mode sehr vielfältig. Am bekanntesten ist die schwarze Bernertracht. In der Herrenmode heißt die Tracht Berner Mutz.

Kann man die verschiedenen Trachten heute noch irgendwo betrachten?

Man hat die Möglichkeit sich an bestimmten Festtagen in die jeweiligen Städte und Gebiete zu begeben, um die Trachten anzuschauen. Ansonsten gibt es in Deutschland viele verschiedene volkskundliche Museen, auf denen auch Trachtenmode bestaunt werden können. Ansonsten gibt es noch das Museum für europäische Volkstrachten in Wegberg, das Württembergische Trachtenmuseum in Pfullingen und das Schwarzwälder Trachtenmuseum im Kinzigtal.


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Baadurs Trachtenmode Blog.

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